Ordner mit Passwort schützen auf dem Mac: So geht’s
macOS hat für normale Ordner keine Passwortfunktion per Rechtsklick. Der eingebaute Weg ist ein verschlüsseltes Image im Festplattendienstprogramm: „Ablage“ > „Neues Image“ > „Image von Ordner“, 256-Bit-AES-Verschlüsselung wählen, Passwort festlegen, sichern. Die .dmg-Datei öffnet sich nur mit dem Passwort. Nach dem Auswerfen ist der Inhalt wieder gesperrt.
Die Schritte nutzen die Menübezeichnungen, die Apple auf den deutschen Support-Seiten für macOS 14 und neuer beschreibt. Je nach Version und Spracheinstellung können sie leicht abweichen.
Ordner mit Passwort schützen: warum es keinen Rechtsklick dafür gibt
Im Finder gibt es für einen normalen Ordner keinen Befehl „Passwort festlegen“. Wer einen Ordner auf dem Mac mit einem Passwort schützen will, muss seinen Inhalt verschlüsseln. Ein Ordner, der nur versteckt oder gesperrt ist, bleibt für jeden lesbar, der ihn findet. Mehr zum Unterschied steht in der Anleitung Ordner verschlüsseln auf dem Mac.
Apple beschreibt im Festplattendienstprogramm dafür eine sichere Image-Datei: Deine Dokumente liegen in einer verschlüsselten Datei, die sich nur mit dem Passwort öffnen lässt. Das ist der Weg, den diese Anleitung zuerst zeigt.
Der eingebaute Weg: ein verschlüsseltes Image
Ein Image ist eine einzelne Datei, die sich wie ein kleines Laufwerk verhält. Wenn du sie verschlüsselst, fragt macOS bei jedem Öffnen nach dem Passwort. Der Inhalt deines Ordners liegt darin mit AES verschlüsselt.
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Zuerst eine Kopie sichern
Kopiere den Ordner an einen sicheren Ort. Das Original löschst du erst, wenn du die verschlüsselte Version geöffnet und geprüft hast.
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Festplattendienstprogramm öffnen
Drücke ⌘Leertaste, tippe „Festplattendienstprogramm“ und drücke die Eingabetaste. Du findest es auch unter „Programme“ > „Dienstprogramme“.
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Image anlegen
Wähle „Ablage“ > „Neues Image“ > „Image von Ordner“, markiere deinen Ordner und klicke auf „Auswählen“.
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Verschlüsselung festlegen
Gib einen Dateinamen ein und wähle den Speicherort. Öffne das Einblendmenü „Verschlüsselung“ und wähle „256-Bit-AES-Verschlüsselung“. Gib das Passwort zweimal ein und klicke auf „Auswählen“. Nimm ein langes Passwort, am besten einen ganzen Satz.
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Image-Format wählen
Öffne das Einblendmenü „Image-Format“. Für einen Ordner, den du nicht mehr änderst, passt „Nur-Lese-Image“. Willst du später Dateien hinzufügen, nimm stattdessen die Methode mit dem leeren Image weiter unten.
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Sichern
Klicke auf „Sichern“ und dann auf „Fertig“. Das Festplattendienstprogramm legt
Ordnername.dmgan. -
Testen
Doppelklicke die .dmg-Datei und gib das Passwort ein. Setze kein Häkchen bei „Passwort im Schlüsselbund sichern“. Sonst öffnet sich das Image ohne Nachfrage. Mehr dazu im Abschnitt über den Schlüsselbund weiter unten.
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Original löschen
Lösche den ungeschützten Ordner und leere den Papierkorb. Lies vorher den Abschnitt zu Time Machine weiter unten.
Wenn du später Dateien hinzufügen willst
Wähle „Ablage“ > „Neues Image“ > „Leeres Image“. Trage bei „Name“ und „Größe“ deine Werte ein, wähle als „Format“ „APFS“ und stelle „Verschlüsselung“ wieder auf die 256-Bit-Variante. Bei „Image-Format“ passt „Mitwachsendes Image-Bundle“, in der Fachsprache ein Sparsebundle: Es wächst mit deinen Daten. In Apples eigener Anleitung für sichere Images steht dort „Beschreibbares Image“.
Kopiere deine Dateien im Finder in das geöffnete Image. Wirf das Image aus, wenn du fertig bist. Apple weist ausdrücklich darauf hin: Solange das Image auf dem Schreibtisch liegt, kann jeder mit Zugriff auf deinen Mac die Dokumente nutzen.
Die Terminal-Variante
hdiutil create -encryption AES-256 -srcfolder ~/Documents/Privat -format UDZO ~/Desktop/Privat.dmg Ohne Image: Notizen sperren und PDFs schützen
Nicht jede Aufgabe braucht ein Image. Für Text und einzelne Dokumente bringt macOS zwei eigene Werkzeuge mit. Für beliebige Ordner gibt es ohne Image und ohne zusätzliche App keinen eingebauten Weg.
Notizen sperren
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Notiz öffnen
Öffne die Notiz in der App „Notizen“ und klicke oben rechts neben dem Suchfeld auf „Mehr“.
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Notiz sperren
Wähle „Notiz sperren“ und lege das Passwort fest. Zur Wahl stehen „Anmeldepasswort verwenden“ und „Eigenes Passwort verwenden“. Hat dein Mac Touch ID, kannst du dort auch „Touch ID verwenden“ wählen.
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Sperre aufheben
Öffne die Notiz, klicke auf „Mehr“, wähle „Schutz entfernen“ und gib das Passwort ein.
Wer dein Anmeldepasswort kennt, kommt bei der ersten Variante auch an die Notizen. Sollen Notizen vor Mitbenutzern deines Macs sicher sein, ist ein eigenes Passwort die bessere Wahl. Bei einem vergessenen Passwort kann Apple dir den Zugriff auf die gesperrten Notizen nicht zurückgeben. Du kannst nur ein neues Passwort für künftige Notizen festlegen.
Nicht jede Notiz lässt sich sperren. Apple nennt diese Ausnahmen:
- Schnellnotizen.
- Notizen, die du mit anderen Personen geteilt hast.
- Notizen mit Tags.
- Notizen mit einem Video, einer Audiodatei, einer PDF-Datei oder einem Dokument im Anhang.
Verschlüsseltes PDF in der Vorschau
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PDF öffnen
Öffne die PDF-Datei in der App „Vorschau“.
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Exportieren
Wähle „Ablage“ > „Exportieren“. Willst du das Original unverändert lassen, vergib einen neuen Dateinamen.
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Passwort festlegen
Klicke auf „Zugriffsrechte“, aktiviere „Passwort erforderlich zum Öffnen des Dokuments“ und gib das Passwort zweimal ein.
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Anwenden und sichern
Klicke auf „Anwenden“ und dann auf „Sichern“. Die Änderung wirkt, sobald du die PDF-Datei das nächste Mal öffnest.
Über die Kontrollkästchen unter „Zugriffsrechte“ legst du außerdem fest, ob Drucken oder Ändern ohne Eigentümerpasswort erlaubt ist. Das Eigentümerpasswort regelt nur diese Einschränkungen. Zum Lesen der Datei brauchst du das Passwort zum Öffnen. Das Verfahren gilt nur für PDF-Dateien.
Weitere Möglichkeiten für Fälle, in denen das nicht reicht:
- Eine App wie Cryptomator, eine Open-Source-Software, die Dateien und Dateinamen verschlüsselt.
- Das Terminal mit dem Befehl
hdiutilvon oben, wenn du lieber ohne Fenster arbeitest.
Weitere eingebaute Möglichkeiten und ihre Grenzen
| Methode | Geeignet für | Grenze |
|---|---|---|
| Verschlüsseltes Image | Beliebige Dateien und Ordner | Du musst es auswerfen. Solange es geöffnet ist, kann jeder am Mac den Inhalt lesen. |
| Gesperrte Notiz | Kurze Texte und einige Bilder | Notizen mit Video, Audio, PDF oder Dokument im Anhang lassen sich nicht sperren. Apple kann bei einem vergessenen Passwort nicht helfen. |
| Verschlüsseltes PDF in der Vorschau | Ein einzelnes PDF | „Ablage“ > „Exportieren“, dann „Zugriffsrechte“. Funktioniert nur für PDFs. |
| zip -er im Terminal | Nichts Sensibles | Das Standard-zip nutzt ein altes, nach heutigen Maßstäben schwaches Verfahren. Nimm ein Image. |
| FileVault | Verlorener oder gestohlener Mac | Schützt das ganze Volume. Nach der Anmeldung kann jeder am Mac alle Dateien lesen. |
Time Machine: Das Backup kann den Ordner noch enthalten
Hat Time Machine den Ordner gesichert, bevor du ihn verschlüsselt hast, liegt dort weiterhin die ungeschützte Fassung. Zwei Schritte schließen die Lücke.
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Alte Backups des Ordners löschen
Öffne Time Machine über das Symbol in der Menüleiste („Time Machine öffnen“), wähle den Ordner, öffne das Aktionsmenü und wähle „Alle Backups von [Ordnername] löschen“. Das geht laut Apple nur bei Backups auf einem externen Backup-Volume. Objekte aus lokalen Schnappschüssen auf der internen Festplatte lassen sich nicht löschen.
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Das Backup-Volume verschlüsseln
Öffne die Systemeinstellungen, wähle „Allgemein“ und dann „Time Machine“. Beim Einrichten über „Backup-Volume hinzufügen“ und „Volume konfigurieren“ legst du fest, ob die Backups verschlüsselt werden sollen. Danach setzt du ein Passwort. Eine Merkhilfe darfst du ebenfalls eingeben.
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Das Backup-Passwort aufbewahren
Um Daten aus einem verschlüsselten Backup wiederherzustellen, musst du das Backup-Passwort eingeben. Bewahre es genauso sorgfältig auf wie das Passwort deines Images.
Schlüsselbund-Fallen
Der Schlüsselbund merkt sich Passwörter für dich. Bei einem verschlüsselten Image kann genau das den Schutz aushebeln.
- Das Häkchen „Passwort im Schlüsselbund sichern“. Setzt du es, öffnet sich das Image künftig ohne Passwortabfrage. Wer an deinem entsperrten Mac sitzt, hat dann direkt den Inhalt vor sich.
- Gespeicherte Passwörter lassen sich anzeigen. Laut Apple blendest du ein gespeichertes Passwort in der Schlüsselbundverwaltung ein, indem du das Schlüsselbundpasswort eingibst. Das entspricht standardmäßig deinem Anmeldepasswort. Wer es kennt, kann ein gespeichertes Image-Passwort also auslesen.
- Gespeicherte Einträge entfernen. Hast du das Häkchen schon einmal gesetzt, suche in der Schlüsselbundverwaltung unter „Passwörter“ nach dem Eintrag mit dem Namen deines Images und lösche ihn.
- Das Passwort getrennt aufbewahren. Nimm einen Passwortmanager mit eigenem Hauptpasswort oder ein Blatt Papier an einem sicheren Ort.
Was FileVault leistet und was nicht
FileVault ist kein Passwort für einen Ordner, sondern die Verschlüsselung der ganzen Festplatte. Laut Apple werden deine Daten automatisch verschlüsselt, wenn du einen Mac mit Apple-Chip oder Apple T2-Sicherheitschip hast. Mit FileVault brauchst du zum Entschlüsseln zusätzlich dein Anmeldepasswort. Einschalten kannst du es unter Apple-Menü > „Systemeinstellungen“ > „Datenschutz & Sicherheit“ > „FileVault“.
Bei der Einrichtung wählst du, wie du den Zugriff wiederherstellst: mit „Mein iCloud-Account darf meine Festplatte entsperren“ oder mit einem Wiederherstellungsschlüssel. Apple warnt deutlich: Vergisst du Anmeldepasswort und Schlüssel, sind deine Dateien und Einstellungen unwiderruflich verloren.
FileVault schützt einen verlorenen oder gestohlenen Mac. Nach der Anmeldung kann jeder, der an deinem Mac sitzt, alle Ordner lesen. Für einzelne Ordner brauchst du deshalb zusätzlich ein Image oder eine App.
Wo der eingebaute Weg an Grenzen stößt
- Alte Backups enthalten den ungeschützten Ordner. Hat Time Machine den Ordner vor dem Verschlüsseln gesichert, liegt er dort weiterhin unverschlüsselt.
- Ein eingebundenes Image ist geöffnet. Das Passwort wird nur beim Öffnen geprüft. Vergisst du das Auswerfen, bleibt der Inhalt lesbar.
- Die Datei ist sichtbar. Ein Name wie
Privat.dmgverrät, dass hier etwas geschützt wird. - Der Mac kann Spuren behalten. Vorschauen und Listen zuletzt geöffneter Dateien können sich Dateinamen merken, auch nachdem du das Image ausgeworfen hast.
- Kein Zurücksetzen. Apple schreibt selbst: Wenn du das Passwort vergisst, kannst du die Image-Datei nicht mehr öffnen. Die Daten sind weg.
Checkliste, bevor du das Original löschst
- Das Image öffnet sich mit dem Passwort, und alle Dateien sind darin.
- Das Häkchen „Passwort im Schlüsselbund sichern“ ist nicht gesetzt.
- Das Passwort liegt in einem Passwortmanager oder auf Papier.
- Alte Time-Machine-Backups des Ordners sind gelöscht, und das Backup-Volume ist verschlüsselt.
- Das Image ist ausgeworfen.
Mit einem Zug in den Tresor: Hidden Folder
Einen Überblick über alle Methoden findest du unter Ordner verschlüsseln auf dem Mac. Wie sich das Festplattendienstprogramm im Vergleich schlägt, steht im Vergleich (English).
Häufige Fragen
Kann ich einen Ordner per Rechtsklick mit einem Passwort schützen?
Nein. macOS bietet im Finder keine Passwortfunktion für normale Ordner. Nutze ein verschlüsseltes Image oder eine App.
Ist eine passwortgeschützte ZIP-Datei sicher?
Das Terminal-Tool zip nutzt ein altes Verfahren, das nach heutigen Maßstäben schwach ist. Besser ist ein verschlüsseltes Image mit 256-Bit-AES.
Was passiert, wenn ich das Passwort vergesse?
Dann kannst du die Image-Datei nicht mehr öffnen, und die Daten sind verloren. Apple kann sie nicht wiederherstellen. Bewahre das Passwort in einem Passwortmanager oder auf Papier auf.
Schützt FileVault einen einzelnen Ordner?
Nein. FileVault verschlüsselt das gesamte Startvolume. Nach der Anmeldung sind deine Ordner für jeden lesbar, der am Mac sitzt.
Sichert Time Machine das verschlüsselte Image?
Ja, als einzelne Datei. Ältere Backups des unverschlüsselten Ordners bleiben in Time Machine, bis du sie löschst. Verschlüssele außerdem das Backup-Volume selbst.
Wie schütze ich eine einzelne Datei oder ein PDF mit einem Passwort?
Ein PDF schützt du in der Vorschau über „Ablage“ > „Exportieren“ und die Taste „Zugriffsrechte“. Kurze Texte kannst du in einer gesperrten Notiz ablegen. Für andere Dateitypen packst du die Datei in ein verschlüsseltes Image.
Kann ich Notizen mit einem Passwort sperren?
Ja, in der App „Notizen“ über „Mehr“ > „Notiz sperren“. Schnellnotizen, geteilte Notizen, Notizen mit Tags und Notizen mit Video, Audio, PDF oder Dokument im Anhang lassen sich nicht sperren.
Quellen
- Apple Support: Erstellen einer Image-Datei im Festplattendienstprogramm auf dem Mac
- Apple Support: Daten auf deinem Mac mit FileVault schützen
- Apple Support: Sperren von Notizen auf dem Mac
- Apple Support: Schützen einer PDF-Datei mit einem Passwort in der Vorschau auf dem Mac
- Apple Support: Auswählen eines Backup-Volumes und Festlegen der Verschlüsselungsoptionen auf dem Mac
- Apple Support: Backup-Passwort für Time Machine auf dem Mac
- Apple Support: Löschen einer Datei vom Time Machine-Backup-Volume (Stand macOS 10.15)
- Apple Support: Du hast das Passwort für eine App oder einen Server auf dem Mac vergessen
Deine Dateien. Dein Mac. Gesperrt.
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